Роза Тейвальд - In einer geräumigen Halle einer großen Stadt

In einer geräumigen Halle einer großen Stadt

In einer geräumigen Halle einer großen Stadt

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Übersetzung des russischen Gedichtes
"В просторном зале города большого"
Autor: Unbekannt

In einer geräumigen Halle einer großen Stadt,
Ein gottloser Lektor im Vortrag sprach:
“Liebe Leute! Seid weise und glaubt nicht an Gott!“
Über Gott und die Heiligen treibte er Spott.

Viele Schimpfwörter kamen aus seinem Munde,
Auf die, die von Jesus verbreiten die Kunde,
Und die, die in heutigen gottlosen Welt,
Noch glauben und beten, er Fanatiker nennt.

Alle seine Künste hatte er spielen lassen,
Alle möglichen Kniffe angewandt um sie auszulachen.
Arrogant sprach zum Schluss er die Zuhörer an:
“ Ist hier Jemand, der Christus beweisen kann?

Ist hier Einer dabei, der mir nicht glaubt,
Und unserer Wissenschaft nicht vertraut,
Der noch an Paradies und Hölle glaubt,
Und etwas mir zu erwidern sich traut?!“

Alle schwiegen, obwohl viele Menschen im Saal,
Versammelt sich haben an jenem Tag.
Ob hier sich Jemand zu Gott bekennt,
Dessen tapferes Herz für Jesus brennt?!

Mit einem Gelehrten ist schwer sich zu streiten,
Einträchtig oder nicht, aber alle schweigen.
Keiner der Zuhörer möchte ausgelacht werden,
Deshalb wollten alle ihre Meinung verbergen.

Plötzlich wurde es laut in den hinteren Reihen,
Einer kommt, schaut mal, es kommt doch Einer!
Alle sahen sich um, und ja, in der Tat,
Ein bescheidener Mann zur Tribune trat.

Im schlichten Mantel, ein grauer Bart,
Man sah es ihm an, dass im Alter er war.
Er stellte sich vor den Menschen vielen,
In den alten Augen leuchtete Liebe.

Im Saal wurde es still und alle warten:
Was der alte Mann sich traut zu sagen.
Er schwieg eine Minute, und dann in Demut
Vor allen begann seine lange Erzählung.

«Ich bin ein einfacher, ungelehrter Mann,
Beweise der Wissenschaft ich bringen nicht kann,
Aber ich, der von Gott geschaffen bin,
Euch einen Fall aus dem Leben erzählen will.

Ich komme aus einem Dörfchen, kleinen und weiten,
Das entlang eines Flusses sich hat ausgeweitet.
Ganz nah am Ufer steht mein altes Haus,
Von der Kindheit war Fischer ich, wuchs dort auf.

Einmal nachts brach ein grausamer Sturm plötzlich aus,
Den ich jemals gesehen und mein ganzes Haus,
Ich kann nicht beschreiben den großen Schreck,
Welchen ich mit den Meinen habe damals erlebt.

Dichte, dunkle Wolken haben alles bedeckt,
Der Regen ins Fenster geschlagen, erschreckt,
Es hat geblitzt, gedonnert, gebebt,
Unser altes Häuschen hat kaum überlebt.

Beunruhigt rannte aus dem Haus ich raus,
Mein Boot fester anbinden wollte ich draußen.
Auf dem Fluss erhoben sich grauenvoll Wellen,
Den bekannten mir Fluss konnte ich nicht erkennen.

Nach einer grauenvollen Welle rollte die neue,
Der Wind riss am Fluss aus der Erde die Bäume,
Ganz ruiniert war der steinige Ufer,
Steine wurden zerschlagen in kleine Stücke.

Und plötzlich - stellt 's euch einmal nur vor,
Erhörte ich aus den Wellen hervor,
Verzweifelte Stimme des Sturmes Beute:
„Hilfe! Rettet mich, liebe Leute!“

Fuhr ich niemals im Boot auf dem Fluss zum Fischen,
Wenn ein Unwetter drohte, ein Sturm kann erwischen.
Jetzt aber, unter dem grauenvollen Himmel,
Werde ich umkommen - sollte ich schwimmen.

Ich habe drei Kinder und meine Frau,
Mein Leben im Sturm kann erhalten ich kaum.
Was nützt es, wenn für ihn ich opfere mich,
Als Waisen die Kinder doch lasse im Stich?

Ich hörte erneut einen schrecklichen Schrei,
Um Hilfe bat Jemand, ganz voller Zweifel.
Ich hörte deutlich den Schrei bis zum Himmel:
„Hilfe! Rettet mich, Leute, um Christi Willen!“

Und dieser Wunderbare, Heilige Name
Zart berührte mein Herz, und ich sprach zu Ihm: Amen!
Er opferte für mich Sein wertvolles Leben,
Wenn nötig, für Ihn will mein Leben ich geben.

Ich stand auf die Knie und habe gebetet,
In Eile mein Boot abgebunden, zum Retten,
Stürzte im Boot in den Wasserwirbel,
Zu dem, der um Gottes Willen erwartete Hilfe.

Und unbegreiflich - es geschah ein Wunder!
Vom Kampf erschöpft, habe ich gerudert,
Kam zu dem Mann, nahm ihn ins Boot,
Und zum Ufer zurück, getrieben von Wogen.

Am Ufer ich stand, habe sehr mich gefreut,
Frohlockt und gelobt den Allmächtigen Gott!
Und den Geretteten habe ich, wie einen Bruder,
Zu Übernachtung genommen in meine Bude.

Er hat sich in meinem Häuschen erwärmt,
Gegessen, erholt sich von Krach und von Lärm,
Vor Freude geweint und mit mir gebetet,
Und sagte, dass Gott hat sein Leben gerettet!

Als er von mir morgens Abschied nahm,
Hatte er mich umarmt, für die Rettung gedankt.
Ich sprach zu ihm: “Weil dich doch Gott hat gerettet,
Siehe zu, darfst im Leben du Ihn nicht vergessen!“

Sind viele Jahre seitdem schon dahin,
Ich habe nie wieder getroffen ihn.
Heute schau ich - hier steht er, an der Tribune,
Arrogant, voller Kraft spricht er von der Bühne!

Als über Gott er zu spotten anfing,
An seiner Stimme erkannte ich Ihn.
Sein Gesicht! Das ist er! Ich konnte nicht irren!
Wie konnte vergessen er Gottes Liebe?

Und dieser Mensch jetzt hier vor uns steht,
Christen beschimpft, Gottes Namen schmäht!
Wenn er aber ertrinkt - ruft er Gott,
Um Christi Willen er Hilfe holt!“

Wie ein heftiger Stoß dieses Mannes Rede
Entblößte von Hochmut den stolzen Gelehrten.
In Eile packte er seinen Bericht,
Schwieg, war beschämt, wurde rot im Gesicht.

Alle sahen, dass sein Gewissen ihn plagt,
Verlegen und leise er endlich sagt:
«Ja, das ist richtig, war mit mir so ein Fall.
Alles ist wahr, was der Mann hier sagt.»

Schnell packte er alle seine Sachen,
Und, ohne jemandem ein Wort zu sagen,
Wie einer, der die Hoffnung verloren hat,
Verließ er in Eile den Saal und die Stadt.

Mein Freund! Hast die Erzählung du jetzt gehört,
Zieh' eine Lehre daraus, schenk' Gehör,
Deinem Gewissen, erstick' es doch nicht,
Heute gib Jesus dein Herz, komm ins Licht!

Warte nicht bis ein grausamer Sturm ausbricht,
Oder im Leben du siehst kein Licht,
Sage jetzt zu dem Großen, Allmächtigen Gott:
„Ich gehe unter, nimm mich in Dein Boot!
Sei gnädig, vom Dunkel, Herr, rette Du mich,
Erleuchte Du mich mit dem Himmlischen Licht!“

Und sei dir gewiss: Nimmt in Liebe Er an,
Gießt Sein Licht in dein Herz, nimm du Es nur an!
Sein Heiliges Blut macht von Sünden dich rein,
Er wartet schon lange, erbarmt sich dein!

20.07.2022
@holypoem

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