Der Richter und die Witwe.
Автор: Elisabeth Kasdorf
(Lukas 18,1-8)
Ein Vater der Waisen in Not,
ein Helfer der Witwen - ist Gott,
Der in heiligen Wohnungen lebt
und die Herzen der Menschen bewegt.
Er verbietet sie zu unterdrücken
und befiehlt, ihnen Schutz zu bieten.
Ein Richter lebte an einem Ort,
der fürchtete sich nicht vor Gott,
noch scheute sich vor den Leuten.
Solche Menschen gibt es auch heute…
In der Stadt, an demselben Ort,
lebte auch eine Witwe dort.
Täglich sprach sie beim Richter vor,
stand geduldig vor seinem Tor.
Sie erniedrigte sich nicht, sie drängte,
bis der Richter Gehör ihr schenke.
Sie forderte nur ihr Recht,
nicht Mitleid, das schien ihr gerecht.
Nicht nur einmal, sie kommt immer wieder.
Und dem Richter wird dies zuwider.
Sie ist seiner Willkür ausgesetzt,
denn er handelt nicht nach dem Gesetz.
Wiederholt bittet sie um die Sache:
um Errettung vom Widersacher.
Lange wollte der Richter nicht.
Doch es war dies wohl seine Pflicht.
Er sieht sich von der Frau bedroht,
zum Problem wird der Witwe Not.
Länger kann er sich nicht widersetzen,
sie versucht nur ihr Recht durchzusetzen.
Endlich gab er dem Drängen nach.
Wenn ich Gott auch nicht fürchte, - er sprach, -
noch vor keinem Menschen mich scheue,
soll sie mich nicht bedrängen aufs Neue.
Sonst, sie schlägt mich noch ins Gesicht,
folge ich ihrer Bitte nicht.
… So ist auch unser Herr Jesus Christ:
Groß, allmächtig und heilig Er ist.
Er gibt uns über Bitten, Verstehen,
wenn wir ständig zu Ihm werden flehen.
Wer hier betend bestürmt den Thron,
der empfängt einst den himmlischen Lohn!
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06.10.2026